Goslar · erbaut 1488–1494
St. Annenhaus Goslar als 3D-Rundgang
Ein spätmittelalterliches Fachwerk-Hospital, 1488 bis 1494 erbaut und von der Goslarer Familie Geismar gestiftet – mit einer Kapelle im Zentrum des Hauses.
- Branche
- Museen & Kultur
- Technik
- Matterport · 3D-Rundgang
- Leistung
- Matterport-3D-Rundgang
Geschichte
Das St. Annenhaus in Goslar ist ein spätmittelalterliches Hospital in der Glockengießerstraße, wenige Gehminuten vom Marktplatz entfernt. Der Fachwerkbau auf einem Bruchsteinsockel entstand zwischen 1488 und 1494; gestiftet wurde er von der Goslarer Berg- und Ratsfamilie Geismar. Der 3D-Rundgang führt durch das Baudenkmal der Altstadt.
Als jüngstes der zehn mittelalterlichen Hospitäler Goslars bot das Haus Pilgern und Fremden Unterkunft und versorgte Kranke, Witwen und Waisen. Weil Armen- und Krankenpflege damals vor allem als Seelsorge galt, liegt eine Kapelle im Zentrum des Hauses: Eine rund zwei Meter hohe Schranke grenzt sie in der großen Diele ab, an drei Seiten führen Emporen zu den Wohnkammern.
Zur Ausstattung gehören ein geschnitzter Barockaltar des Goslarer Meisters Jobst Heinrich Lessen von 1713 und die mittelalterliche Margaretendecke, deren 32 Bildfelder die Legende der heiligen Margareta erzählen. Die Malereien an Decken und Emporen stammen aus der Zeit zwischen 1671 und 1716 und wurden 1956 wieder freigelegt.



