Matterport oder Google Street View – was passt zu wem?
Beide Verfahren zeigen Räume in 360 Grad. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern darin, wo Ihre Kunden das Ergebnis finden – und was sie damit tun können.
Die Frage kommt in fast jedem Erstgespräch. Und die ehrliche Antwort lautet meistens: Es hängt davon ab, was nach der Aufnahme passieren soll.
Street View: gefunden werden
Google Street View lebt von seinem Ort. Die Aufnahmen erscheinen in Google Maps und im Google-Unternehmensprofil – also dort, wo Menschen suchen, bevor sie eine Website öffnen. Wer nach „Zahnarzt Goslar“ oder „Restaurant in der Altstadt“ sucht, sieht Ihre Innenansicht im Suchergebnis.
Der Preis dafür ist Beschränkung. Sie bekommen 360°-Panoramen, durch die man sich bewegen kann – aber keinen Grundriss, keine Messfunktion, keine Infopunkte mit Links zu Ihren Produkten. Und Sie haben keine Kontrolle über die Darstellung: Es ist Googles Oberfläche, nicht Ihre.
Dafür fallen keine laufenden Kosten an. Einmal veröffentlicht, bleiben die Aufnahmen in Maps, bis sie ersetzt oder entfernt werden.
Matterport: erleben lassen
Ein Matterport-Rundgang lebt auf Ihrer eigenen Website. Er bietet die Dollhouse-Ansicht, in der das Gebäude wie ein aufgeschnittenes Puppenhaus erscheint, einen schematischen Grundriss, Messfunktion für Wandlängen und Raumhöhen sowie Infopunkte, die zu Produktseiten, PDFs oder Videos führen.
Das ist deutlich mehr – und es kostet mehr, sowohl in der Aufnahme als auch im Betrieb: Das Modell wird auf der Matterport-Plattform gehostet, und dieses Hosting läuft weiter, solange der Rundgang online sein soll.
Die Faustregel
Es geht um die Frage, wo die Entscheidung Ihres Kunden fällt.
Bei Gastronomie, Praxen und Einzelhandel fällt sie oft direkt in Google: Jemand sucht, sieht, entscheidet. Hier ist Street View meist das wirtschaftlichere Mittel.
Bei Immobilien, Hotels, Industrie und Museen fällt sie auf Ihrer Website oder in einem Angebot: Jemand vergleicht, misst nach, zeigt es Kollegen. Hier braucht es einen Rundgang mit Grundriss und Messfunktion.
Warum viele beides nehmen
In der Praxis kombinieren viele Kunden: Street View für die Auffindbarkeit, der Rundgang für die Tiefe. Beide entstehen aus derselben Begehung, die Mehrkosten sind also geringer als zwei getrennte Projekte.
Wenn Sie unsicher sind, sagen Sie uns einfach, was Ihr Rundgang leisten soll. Wir sagen Ihnen ehrlich, wenn eine Leistung reicht – zur Matterport-Seite oder zu Street View.