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Was kostet ein 360°-Rundgang?

Pauschalpreise gibt es in dieser Branche kaum – aus einem guten Grund. Was den Preis tatsächlich bestimmt, lässt sich aber klar benennen.

Autor
Stefan Nitz

Wer nach Preisen sucht, findet selten Zahlen. Das wirkt wie Intransparenz, hat aber einen sachlichen Grund: Zwei Objekte mit identischer Quadratmeterzahl können unterschiedlich aufwendig sein – eine offene Halle ist in Stunden erfasst, ein verwinkeltes Fachwerkhaus mit gleicher Fläche braucht doppelt so lange.

Was den Preis treibt

Fläche und Standpunkte. Gerechnet wird nicht in Quadratmetern, sondern in Aufnahmepositionen. Alle zwei bis drei Meter entsteht ein neuer Standpunkt. Viele kleine Räume bedeuten mehr Positionen als eine große Fläche.

Etagen und Erschließung. Jede Etage braucht eigene Standpunkte und saubere Übergänge. Treppenhäuser sind aufwendiger, als sie aussehen.

Detailgrad. Ein Überblicksrundgang ist schneller als einer, in dem später gemessen werden soll. Wer eine Planungsgrundlage braucht, braucht dichtere Aufnahmen.

Nachbearbeitung. Infopunkte setzen, Räume benennen, Produkte verlinken, Personen anonymisieren – das passiert nach der Aufnahme und macht bei manchen Projekten die Hälfte des Aufwands aus.

Anfahrt und Zeitfenster. Aufnahmen außerhalb der Öffnungszeiten, an Wochenenden oder unter Sicherheitsauflagen kosten mehr als ein normaler Werktagstermin.

Laufende Kosten

Der zweite Teil der Frage wird oft vergessen: Ein Matterport-Modell wird gehostet, und dieses Hosting läuft weiter, solange der Rundgang online sein soll. Bei uns ist das erste Jahr im Projektpreis enthalten; ab dem zweiten Jahr stellen wir die Hosting-Gebühren in Rechnung. Kein Abo, keine Kündigungsfrist – Sie entscheiden jährlich neu.

Bei Google Street View entfällt dieser Punkt: Veröffentlichte Aufnahmen bleiben ohne laufende Kosten in Maps.

Woran Sie ein seriöses Angebot erkennen

Ein belastbares Angebot nennt einen Festpreis für das Gesamtprojekt, nicht einen Quadratmeterpreis mit Sternchen. Es sagt, was mit den laufenden Kosten ist. Und es sagt Ihnen, wenn ein günstigeres Verfahren für Ihren Fall reichen würde.

Für eine Einschätzung brauchen wir wenig: Objektart, ungefähre Quadratmeterzahl, Anzahl der Etagen und wofür der Rundgang gedacht ist.

Was soll begehbar werden?

Objektart und ungefähre Quadratmeterzahl genügen für eine erste Einschätzung.