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Wie läuft ein 3D-Scan im laufenden Betrieb ab?

Die Sorge, dass für eine Aufnahme alles stillstehen muss, ist der häufigste Grund, warum Projekte aufgeschoben werden. In den meisten Fällen ist sie unbegründet.

Autor
Stefan Nitz

Eine Erfassung ist kein Eingriff in den Betrieb, sondern eine Begehung mit Stativ. Trotzdem lohnt es sich, den Ablauf zu kennen – vor allem, weil ein paar Entscheidungen vorher über die Qualität des Ergebnisses entscheiden.

Vorher: die eine wichtige Frage

Wir klären zuerst, wofür die Daten gebraucht werden. Eine Aufnahme für eine Ausschreibung sieht anders aus als eine für ein BIM-Modell, und ein Rundgang für Einweisungen braucht weniger Genauigkeit als eine Volumenberechnung. Wer das vorab festlegt, scannt einmal statt zweimal.

Dazu kommen die praktischen Punkte: Welche Bereiche gehören dazu, welche bleiben ausgespart, wann ist es dort am ruhigsten, und welche Auflagen gelten.

Vor Ort: Standpunkt für Standpunkt

Der Scanner steht auf einem Stativ und tastet von jeder Position aus die Umgebung ab. Danach wird er versetzt – bei einem Laserscan alle paar Meter, je nach Verwinkelung. Ein Mensch begleitet das Gerät, mehr Personal braucht es nicht.

Wir arbeiten bereichsweise: ein Abschnitt nach dem anderen, abgestimmt mit Ihrer Betriebsleitung. Produktion, Sprechstunde oder Publikumsverkehr laufen in der Regel weiter. Was nicht ins Bild soll, wird vorher benannt.

Bei Anlagen mit Sicherheitsauflagen planen wir die Begehung gemeinsam, inklusive Unterweisung, Begleitung und Schutzausrüstung. Bei Projekten wie der Erfassung eines Hochofens ist das selbstverständlich Teil des Ablaufs.

Danach: Registrierung und Ableitung

Die Einzelscans werden zu einer Gesamtpunktwolke zusammengeführt – dieser Schritt heißt Registrierung und entscheidet über die Qualität des gesamten Modells. Anschließend entstehen daraus die vereinbarten Ergebnisse: Grundrisse, Schnitte, BIM-Grundlagen oder ein begehbarer Rundgang.

Was Sie vorbereiten müssen

Wenig. Aufgeräumte Bereiche helfen dem Ergebnis, sind aber kein Muss – Bestandsdokumentation soll den Zustand zeigen, nicht eine Inszenierung. Wichtig sind nur Zugang zu allen relevanten Bereichen und ein Ansprechpartner, der Türen öffnen kann.

Mehr zur Technik auf der Seite zum 3D-Scanning.

Was soll erfasst werden?

Objektart, ungefähre Größe und Zielformat genügen für eine erste Einschätzung.