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Praxen und Therapiezentren: ankommen, ohne sich zu verlaufen.

Ein Praxisbesuch beginnt für viele Menschen mit Unsicherheit: Wo ist der Eingang, wie sieht es drinnen aus, komme ich mit dem Rollator hinein? Ein Rundgang beantwortet das vorher.

get.Therapie Löwentor, Wolfenbüttel

Empfang, Wartebereich und Trainingsflächen eines Therapiezentrums – aufgenommen außerhalb der Behandlungszeiten.

Empfangsbereich einer Praxis mit hellem Holztresen, türkisfarbener Wand und Ringleuchten, rechts der Flur zu den BehandlungsräumenRundgang betretenLädt Inhalte von matterport.com erst nach Klick.

Wofür Praxen einen Rundgang nutzen

  • Patienten

    Die Scheu vor dem ersten Termin

    Besonders bei Zahnarzt-, Psychotherapie- und Kinderpraxen senkt ein vertrauter Anblick die Hemmschwelle. Wer den Wartebereich kennt, kommt entspannter an.

  • Barrierefreiheit

    Zugänglichkeit sichtbar belegen

    Statt „barrierefrei“ zu behaupten, zeigen Sie Eingang, Türbreiten und Wege. Patienten mit Gehhilfe oder Rollstuhl können selbst beurteilen, ob es passt.

  • Orientierung

    Der Weg zum richtigen Raum

    In größeren Therapiezentren und Praxisgemeinschaften zeigt der Rundgang, wo welche Abteilung liegt – das entlastet den Empfang spürbar.

  • Personal

    Argument bei der Stellenausschreibung

    Bewerber sehen ihren künftigen Arbeitsplatz, bevor sie sich bewerben. In Zeiten des Fachkräftemangels ein unterschätzter Vorteil.

Im Gesundheitsbereich geht es selten um Vermarktung im klassischen Sinn. Es geht darum, Menschen die Unsicherheit vor einem Termin zu nehmen – und um Informationen, die am Telefon immer wieder erklärt werden müssen.

Ein Rundgang übernimmt beides. Er zeigt, wie es bei Ihnen aussieht, wo der Eingang ist und ob der Weg mit Gehhilfe machbar ist. Das entlastet den Empfang und macht den ersten Besuch für Patienten leichter.

Was Patienten im Praxisrundgang sehen

Der Rundgang kann dort beginnen, wo auch der echte Besuch beginnt: an der Haustür, am Aufzug oder am Empfangstresen. Von dort bewegen sich Patienten selbst durch die Räume, die Sie freigeben, und schauen sich in jede Richtung um. Die Dollhouse-Ansicht zeigt die Praxis als Ganzes, der Grundriss macht klar, auf welcher Etage und an welchem Flur ein Raum liegt. Für Angehörige, die einen älteren Menschen begleiten, zählen Stufen, Aufzug und Türbreiten – mit der Messfunktion lässt sich vorab prüfen, ob Rollstuhl oder Rollator durch die Tür passen.

Was sinnvoll ist, hängt von der Fachrichtung ab. Eine Kinderarztpraxis zeigt das Wartezimmer mit Spielecke, eine Psychotherapiepraxis eher den ruhigen Zugang und einen Gesprächsraum. Ein Therapiezentrum mit Trainingsfläche zeigt Geräte und Bewegungsräume, damit Patienten wissen, was sie bei der ersten Behandlung erwartet.

Viele Anrufe am Empfang drehen sich nicht um Termine, sondern um Wege: Wo kann ich parken, welcher Eingang, welcher Stock, wo melde ich mich zur Physiotherapie an? Ein Link zum Rundgang beantwortet diese Fragen einmal für alle, statt sie jeden Tag neu am Telefon zu erklären.

Wo der Rundgang eingesetzt wird

  • Website: auf der Seite zur Praxis oder zur Anfahrt, eingebunden mit Vorschaubild. Der Rundgang lädt erst nach einem Klick.
  • Terminbestätigung: als Link in der E-Mail an neue Patienten, zusammen mit den Hinweisen zur Anfahrt.
  • Google: als Street-View-Innenansicht im Unternehmensprofil, wo viele Patienten Adresse und Sprechzeiten nachschlagen.
  • Stellenanzeigen: Bewerber achten auf andere Räume als Patienten – Behandlungsplätze, Ausstattung, Sozialraum. Der Link in der Anzeige beantwortet Fragen, die im Vorstellungsgespräch sonst erst spät kommen.
  • Umzug oder Neueröffnung: Stammpatienten finden sich in neuen Räumen schneller zurecht, wenn sie den Weg schon kennen.

Infopunkte im Rundgang verweisen auf Online-Terminbuchung, Anamnesebögen oder Hinweise zu Parkplätzen und Aufzug. Solche Verweise lassen sich auch nachträglich anpassen, etwa wenn sich das Buchungssystem ändert.

Worauf es bei der Aufnahme ankommt

Räume, die nicht gezeigt werden sollen, bleiben geschlossen; die übrigen sollten aufgeräumt und gut beleuchtet sein. Behandlungsräume zeigen Sie am besten beispielhaft, ohne Unterlagen auf dem Tisch. Türen zu den Räumen, die vorkommen, stehen während der Aufnahme offen, damit der Weg durchgehend begehbar bleibt. Aushänge mit Datum und Urlaubshinweise nehmen Sie besser ab – sie veralten schneller als der Rundgang.

Bei der Begehung legen wir gemeinsam fest, welche Bereiche aufgenommen werden. In Praxisgemeinschaften stimmen sich so alle beteiligten Praxen vorher ab, statt sich hinterher über den Ausschnitt zu wundern.

Häufige Fragen

Ihre Frage ist nicht dabei? Fragen Sie uns direkt.

Wie steht es mit Patientendaten und Schweigepflicht?

Wir empfehlen einen Termin außerhalb der Sprechzeiten, ohne Patienten in den Räumen. Akten, Terminlisten und Bildschirme räumen Sie vorher weg oder schalten sie ab.

Welche Räume sollten aufgenommen werden?

Üblich sind Eingang, Empfang, Wartebereich und beispielhafte Behandlungsräume. Bereiche mit sensibler Technik oder Patientendaten lassen wir bewusst weg – das ist eher Vorteil als Einschränkung.

Ist das mit dem Heilmittelwerbegesetz vereinbar?

Ein Rundgang zeigt Ihre Räume, nicht Behandlungsergebnisse – das ist unproblematisch. Vorsicht ist bei Vorher-Nachher-Darstellungen und Wirkversprechen geboten; solche Inhalte binden wir nicht ein. Im Zweifel stimmen Sie die Texte mit Ihrer Kammer ab.

Wie lange dauert die Aufnahme?

Das hängt von Fläche und Verwinkelung ab: Eine Einzelpraxis auf einer Etage ist schneller erfasst als ein Therapiezentrum über mehrere Ebenen. Den Zeitbedarf klären wir bei der Begehung. Größere Zentren lassen sich bereichsweise und auf mehrere Termine verteilt aufnehmen.

Sollen Patienten Ihre Praxis vorher kennen?

Nennen Sie uns Fachrichtung, Raumanzahl und Etagen – wir melden uns mit einem Vorschlag für einen Termin außerhalb der Sprechzeiten.